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 Antioxidantien schützen unsere Zellen

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BeitragThema: Antioxidantien schützen unsere Zellen   15.08.11 20:29

(Zentrum der Gesundheit) - Freie Radikale stehen am Anfang vieler Gesundheitsbeschwerden. Sie greifen unsere Zellen an und können diese funktionsuntüchtig machen. Je mehr Zellen eines Organs auf diese Weise geschädigt werden, umso schlechter geht es dem betreffenden Organ. Krankheiten treten auf. Die Zellschäden durch freie Radikale können auch zu Entartungen der Zelle führen. Krebs ist die Folge. Antioxidantien können die Zellen vor freien Radikalen schützen. Welche Antioxidantien besonders zuverlässig schützen und in welchen Lebensmitteln sie enthalten sind, lesen Sie jetzt!
Antioxidantien Reich an Antioxidantien!

Freie Radikale attackieren Zellen
Freie Radikale sind sauerstoffhaltige Moleküle, die gefährlich instabil sind, weil ihnen in ihrer chemischen Struktur ein Elektron fehlt. Sie sind unvollständig. Also suchen sie nach einem passenden Elektron, um wieder vollständig zu werden. Bei dieser Suche nach einem geeigneten Bindungspartner gehen freie Radikale sehr rücksichtslos und vor allem sehr eilig vor. Wenn ein freies Radikal entsteht, so dauert es rekordverdächtige 10-11 Sekunden (0,00000000001 Sekunden), bis es ein beliebiges Opfer attackiert. Aggressiv entreißt es dem nächstbesten intakten Molekül (z. B. Molekülen der Zellmembran, Proteinen oder der DNA) das von ihm benötigte Elektron. Dieser Elektronen-Raub wird Oxidation genannt. Da Oxidationen – sobald sie das erträgliche Ausmaß übersteigen - den Körper belasten, spricht man von oxidativem Stress.

Freie Radikale und ihre Folgen für den Organismus

Dem bestohlenen Molekül fehlt nun seinerseits ein Elektron. So wird es nun selbst ebenfalls zum freien Radikal und begibt sich auf die Suche nach einem Opfer, dem es ein Elektron rauben könnte. Auf diese Weise wird eine gefährliche Kettenreaktion in Gang gesetzt. Hohe Konzentrationen von freien Radikalen können folglich zahllose Kettenreaktionen auslösen, was letztendlich zu einem hohen Maß an oxidativem Stress und somit zu den folgenden massiven Schäden im Körper führen kann:

Eingeschränkte Zellfunktionen oder Zelltod durch Membranschäden
DNA-Schäden mit der Folge einer unkontrollierten Zellteilung (Entstehung von Krebs)
Inaktivierung von Enzymen
Verminderte Bildung körpereigener Eiweiße
Zerstörung von Rezeptoren an der Zelloberfläche: Rezeptoren sind spezifische Proteine an der Zelloberfläche, in die – nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip – passende Hormone, Enzyme oder andere Stoffe andocken können. Durch dieses Andocken wird ein bestimmtes Signal an die Zelle übermittelt. Zellen besitzen zum Beispiel Rezeptoren für das Hormon Insulin. Wenn Insulin an diese Rezeptoren bindet, bekommt die Zelle das Signal zur Glucose-Aufnahme. Das Schlüssel-Schloss-Prinzip ist hierbei wie eine Art Code, der sicherstellen soll, dass nur bestimmte Substanzen an den entsprechenden Rezeptor binden können und auch nur „autorisierte“ Stoffe in die Zellen transportiert werden. Substanzen (z. B. Toxine), die keinen „Schlüssel“ besitzen, bleibt der Zutritt in die Zellen verwehrt. Freie Radikale können Rezeptoren zerstören und somit die Signalübermittlung verhindern. Sind beispielsweise die Rezeptoren für Insulin zerstört, erhält die betreffende Zelle keine Glucose, also keinen Brennstoff mehr und stirbt.

Schäden durch freie Radikale


Müde Haut, Krampfadern und Bluthochdruck

Konkret äußern sich diese Schäden durch freie Radikale beispielsweise in einer faltigen und grauen Haut, der jede Spannkraft fehlt, in Venenschwäche und Krampfadern, da freie Radikale auch Blutgefäße schädigen. Letzteres kann sich außerdem in Bluthochdruck und anderen Herz-Kreislauf-Problemen äußern.

Augenprobleme
Werden die feinen Gefäße der Augen beeinträchtigt, kommt es dort zu Degenerationserscheinungen und einer reduzierten Sehkraft.

Schlaganfall und Demenz
Greifen die freien Radikale die Gefäße des Gehirns an, kann das über kurz oder lang zu einem Schlaganfall führen. Sind die Nerven im Gehirn Ziel der Attacken, dann verschlechtert dies die mentale Aufmerksamkeit und kann Demenz begünstigen.

Gelenkbeschwerden
Freie Radikale können das Kollagen im Knorpelgewebe angreifen und dessen molekulare Struktur beeinträchtigen, was zu Gelenkbeschwerden wie Arthritis führen kann.

Krebs
Wird die DNA der Zellen von freien Radikalen beschädigt, dann kann es zur sog. Entartung der Zelle kommen. Wenn jetzt die körpereigenen Mechanismen, die diese fehlgeleitete Zelle aus dem Verkehr ziehen sollten, versagen, kann sich diese Zelle vermehren und ein Tumor entwickelt sich: Krebs.

Diese kleine Auswahl an den möglichen zerstörerischen Wirkungen von freien Radikalen zeigt, dass es kein einziges Beschwerdebild geben wird, an dessen Entstehung freie Radikale NICHT beteiligt wären.

Antioxidantien – Helfer in höchster Not

Nur ein Antioxidant (auch Radikalfänger genannt) kann die Kettenreaktionen der freien Radikale unterbrechen und auf diese Weise Zellschäden abwenden. Bevor die freien Radikale also ein Elektron aus einer Zellmembran oder von einem wichtigen Körperprotein an sich reißen, springen die Antioxidantien ein und geben dem freien Radikal freiwillig eines ihrer Elektronen ab. Antioxidantien geben ihre Elektronen also sehr viel leichter ab, als das eine Zellmembran oder eine DNA tut. Auf diese Weise bleiben die Körperzellen geschützt, wenn ausreichend Antioxidantien vorhanden sind.

Ein Antioxidant sorgt auf zweierlei Wegen dafür, dass die Zellen des Körpers vor Angriffen der freien Radikale verschont bleiben:

Antioxidantien geben freiwillig Elektronen ab, um Zellen zu schützen.
Antioxidantien werden selbst nie zu einem freien Radikal bzw. werden – nachdem sie ein Elektron abgegeben haben - sofort wieder in ihre antioxidative Form gebracht und sorgen auf diese Weise für ein abruptes Ende der gefährlichen Kettenreaktion. Wenn beispielsweise der Antioxidant Vitamin E ein Radikal inaktiviert hat, wird er kurzfristig selbst zum freien Radikal, dem sog. Vitamin-E-Radikal. Dieses aber kann niemals negative Auswirkungen haben, da es sofort wieder von Vitamin C in seine ursprüngliche Form gebracht wird, damit es erneut als Antioxidant fungieren kann. Diese Regeneration des Vitamin-E-Radikals ist eine der wichtigsten Aufgaben des Vitamin C.

Freie Radikale in der Urzeit


Freie Radikale haben einen schlechten Ruf und es scheint, als müssten wir uns auf nichts mehr konzentrieren als darauf, sie auszumerzen. In Wirklichkeit jedoch gibt es freie Radikale so lange (oder länger) wie es Leben auf der Erde gibt. Tier und Pflanze hatten längst eine Menge Radikalfänger-Strategien entwickelt, als sich unsere Vorfahren noch brüllend von Ast zu Ast zu schwangen. Damals bestand noch nicht die Notwendigkeit, sich aktiv und bewusst um freie Radikale zu kümmern.

Erstens existierten seinerzeit nicht annähernd so viele Risikofaktoren, die zur Entstehung einer derart ungebührlichen Menge freier Radikale führen könnten wie heute (zu den Risikofaktoren siehe weiter unten),
zweitens war die Lebensweise deutlich gesünder (weniger Dauerstress, ausgewogene Bewegung, mehr Sonnenlicht etc.) und
drittens lieferte die Ernährung eine sehr große Anzahl an Antioxidantien, so dass ein möglicher Freie-Radikale-Überschuss im Nu erledigt war.

Freie Radikale in der Neuzeit


Heute ist die Situation eine ganz andere. Menschen rauchen, trinken Alkohol, essen Junk Food, leben in Ballungszentren mit hohem Verkehrsaufkommen und entsprechend hoher Abgasbelastung, sind – so wie es scheint – alle 25 Jahre einem radioaktiven Super-Gau ausgesetzt und nehmen gegen jedes noch so kleine Ziepen Medikamente ein. Vorsichtigen Schätzungen zufolge soll jede einzelne unserer 100 Billionen Körperzellen jeden Tag mittlerweile von mehreren Tausend freien Radikalen attackiert werden. Es sind also große Mengen Antioxidantien nötig, um das „radikale“ Heer in seine Schranken zu verweisen.

Leider sind wir heute jedoch nicht nur immer mehr freien Radikalen ausgesetzt, sondern frönen gleichzeitig einer Ernährungsweise, die immer weniger Antioxidantien enthält und den Körper aufgrund ihrer Schädlichkeit noch mit zusätzlichen freien Radikalen belastet.

Antioxidantien in der Nahrung
Während die moderne Ernährung auf der Basis von Getreide, Milch und Fleisch die Nährstoffe, Proteine, Kohlenhydrate und Fette in Hülle und Fülle liefert, sind Antioxidantien dort nur dünn gesät. Die Menschen werden also immer draller, gleichzeitig aber auch immer kränker. Was fehlt, ist eine reiche Auswahl an vielen verschiedenen Gemüse- und Keimlingen, Früchten und an Wildpflanzen, an naturbelassenen Ölen und Fetten sowie an Ölsaaten und Nüssen. Alle diese Lebensmittel sind optimale und reichhaltige Quellen wertvoller Antioxidantien. Eine Ernährung auf Grundlage dieser Lebensmittel schützt daher vor Krankheit und vorzeitiger Alterung.

Freie Radikale können auch hilfreich sein

Freie Radikale sind jedoch nicht immer und unbedingt schlecht. Wie so oft macht auch hier die Menge den Unterschied zwischen gut und böse.

So produziert unser Körper nämlich bei ganz alltäglichen Aktionen selbst sehr viele freie Radikale:

Bei der Zellatmung:
Unsere Zellen brauchen ständig Sauerstoff zur Energieproduktion. Als Nebenprodukt entstehen dabei auch freie Radikale - umso mehr, je höher die Energieproduktion im Körper ist. Die Energieproduktion verändert sich je nach Bedarf. So steigt sie beispielsweise in Stresssituationen, im Sport oder bei Krankheit. Folglich lassen u. a. diese drei Faktoren die Zahl der freien Radikale natürlicherweise anwachsen.

Bei Immunreaktionen:
Freie Radikale entstehen überdies nicht nur als Nebenprodukt mancher Körperfunktionen. Sie werden von unserem Organismus – genauer gesagt von unserem Immunsystem - zu einem ganz bestimmten Zweck produziert. Freie Radikale können nämlich nicht nur gesunde Körperstrukturen angreifen, sondern sind in der Lage, ganz gezielt Krankheitserreger wie aggressive Bakterien oder Viren zu zerstören oder akute Entzündungsprozesse einzudämmen. Hier sind freie Radikale also erwünscht und nützlich.

Welche äußeren Einflüsse lassen im Körper freie Radikale entstehen?

Folgende Faktoren jedoch erhöhen die Zahl der freien Radikale im Organismus um ein Vielfaches der erwünschten und nützlichen Menge, so dass der menschliche Körper der Neuzeit unter einem Dauerbeschuss mit freien Radikalen zu leiden hat:

Chemikalien und Lösungsmittel
Luftverschmutzung durch Verkehr, Industrie und Haushalte
Schädliche Lebensmittel z. B. industriell verarbeitete Fette oder Zucker
Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Aromen, etc.
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln (Herbizide, Fungizide und Pestizide) in Lebensmitteln
Radioaktive und elektromagnetische Strahlung
Übertriebene Sonnenbäder
Zigarettenrauch: Bis zu 1.000.000.000.000.000 (= 1000 Billionen) freie Radikale sollen bei einem einzigen Zug im Körper des Rauchers entstehen.
Alkohol
Medikamente und Drogen
Körperpflegeprodukte aus synthetischen Rohstoffen uvm.

Schützen Sie sich mit Antioxidantien

Für den modernen Menschen, der ständig von all diesen Einflüssen umgeben ist, ergibt sich folglich die dringende Notwendigkeit, sich aktiv vor freien Radikalen zu schützen, indem er für einen gleich bleibend hohen Antioxidantien-Status sorgt.

Antioxidantienreiche Lebensmittelgruppen
Zum Teil kann der Organismus selbst Antioxidantien in Form von Enzymen herstellen. Der weitaus größere Teil an Antioxidantien wird jedoch mit der Nahrung aufgenommen. Weiter oben wurden bereits die besonders antioxidantienreichen Lebensmittelgruppen erwähnt. Hier noch einmal eine Übersicht:

Gemüse
Salate
Kräuter
Früchte
Keimlinge, z. B. Linsensprossen, Sonnenblumenkernsprossen, Brokkolisprossen, Dinkelsprossen etc.
Wildpflanzen, z. B. Löwenzahn, Vogelmiere, Melde, Giersch etc.
Ölsaaten und Nüsse
Naturbelassene Öle und Fette

Welche Antioxidantien gibt es?

Was kommt Ihnen beim Wort „Antioxidantien“ als erstes in den Sinn? Vitamin C? Vitamin C ist ein Antioxidant. Das stimmt. Doch ist seine antioxidative Wirkung nicht annähernd so überwältigend, wie man aufgrund seines Rufes glauben könnte.

Ein Apfel etwa enthält 10 Milligramm Vitamin C, aber seine antioxidative Wirkung ist um ein Vielfaches größer. Sie ist so groß, dass in ihm – käme die antioxidative Wirkung allein vom Vitamin C – 2.250 Milligramm Vitamin C enthalten sein müssten, was aber nicht der Fall ist. Also sind im Apfel offenbar noch eine Menge anderer Stoffe enthalten, die sehr viel stärkere antioxidative Wirkung haben als das Vitamin C. Zu dieser stark wirksamen Truppe gehören beispielsweise die Enzyme und die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehörenden Polyphenole (z. B. Flavonoide, Anthocyane, Isoflavone etc.)

Die fünf großen Gruppen der wirksamsten Antioxidantien sind:

Vitamine
Mineralien
Spurenelemente
Enzyme
Sekundäre Pflanzenstoffe (auch bioaktive Pflanzenstoffe oder Phytochemikalien genannt), die ursprünglich deshalb von einer Pflanze oder Frucht gebildet wurden, um diese Pflanze oder Frucht vor Pilzbefall, vor Insekten oder vor UV-Bestrahlung zu schützen. Andere antioxidativ wirksame sekundäre Pflanzenstoffe sind die Farbstoffe der Pflanze, die Blüten, Blätter oder Früchte färben. Im menschlichen Organismus können diese pflanzlichen Antioxidantien dabei helfen, gesund und munter zu bleiben.

Die TOP TEN der Antioxidantien

Nachfolgend die bekanntesten und/oder wirkungsvollsten Antioxidantien:

Vitamin E: Zur Vitamin-E-Familie gehören neben dem bekannten alpha-Tocopherol (in Pflanzenölen wie z. B. Weizenkeimöl) auch die sog. Tocotrienole, die eine bis zu 40-fach stärkere antioxidative Wirkung als alpha-Tocopherol haben sollen (zumindest in-vitro). Tocotrienole kommen besonders in rotem Palmöl, aber auch in Kokosöl vor.

Vitamin C
Spurenelemente wie Selen, Eisen und Zink: Sie wirken erst dann antioxidativ, wenn sie als Bestandteile von Enzymen agieren können. Das selenhaltige Enzym Glutathionperoxidase zum Beispiel ist ein wesentlicher Faktor des körpereigenen Abwehrsystems gegen freie Radikale und schützt insbesondere die Zellwände.

OPC aus z. B. Traubenkernen oder der Haut und den Schalen von Früchten (OPC ist die Abkürzung für Oligomere Proanthocyanidine): OPC sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der großen Gruppe der Flavonoide. Das antioxidative Potential von OPC ist knapp 20 mal größer als jenes von Vitamin E und 50 mal größer als jenes von Vitamin C. OPC verstärken außerdem die antioxidative Kraft von Vitaminen und umgekehrt. Beide – OPC und Vitamine – wirken also synergetisch und heizen sich gegenseitig im Kampf gegen die freien Radikale zu immer neuen Höchstleistungen an.

Glutathion: Glutathion ist ein sog. Tripeptid (d. h. es besteht aus drei Aminosäuren) und gilt als eines der stärksten bekannten Antioxidantien und als ein beliebtes Anti-Aging-Mittel. Abgesehen davon, dass es freie Radikale ausschalten und DNA-Reparatur-Prozesse einleiten kann, hat Glutathion die Aufgabe, Vitamin C – wenn dieses bereits ein freies Radikal inaktiviert hat und nicht mehr als Antioxidant agieren kann – wieder in seine antioxidative und damit aktive Form zu verwandeln.

Allicin (in Knoblauch, Lauch, Zwiebeln) gehört zu den schwefelhaltigen sekundären Pflanzenstoffen, den sog. Sulfiden und ist bekannt für seine gefäßschützende Wirkung, um Arteriosklerose und damit Herzinfarkt und Schlaganfall vorzubeugen.

Carotinoide: Carotinoide bezeichnen rote oder orangefarbene Pflanzenfarbstoffe, die jedoch auch in grünem Gemüse vorkommen können. Zu den Carotinoiden gehören:

Beta-Carotin: Beta-Carotin schützt die Zellmembrane und die Blutgefäße, so dass es dort nicht zu arteriosklerotischen Cholesterin-Ablagerungen kommen kann. Spitzenreiter in Sachen Beta-Carotin ist der Grünkohl, dicht gefolgt von Möhren, Wirsing, Dill und Feldsalat

Lutein und Zeaxanthin: Diese beiden Carotinoide kommen im menschlichen Körper besonders in der Netzhaut sowie im Gelben Fleck des Auges vor. Der Gelbe Fleck ist jene Stelle in der Netzhautmitte, an der die höchste Sehschärfe erreicht wird. Beide Carotinoide arbeiten im Auge u. a. als Antioxidantien und neutralisieren freie Radikale, die durch das eintreffende Licht erzeugt werden. Lutein und Zeaxanthin können vom Körper nicht hergestellt werden, müssen also in Form von Früchten und Gemüse verspeist werden. Je mehr Lutein und Zeaxanthin in der Ernährung enthalten sind, umso besser scheinen die Augen vor altersbedingten Augenkrankheiten wie Makuladegeneration und Grauer Star geschützt zu sein. Auch die Sehschärfe hängt von der Versorgung mit diesen beiden Carotinoiden ab. Je mehr Lutein und Zeaxanthin verspeist werden, umso besser sieht man. Die beiden Carotinoide sind besonders in Spinat und Kohl enthalten, aber auch in vielen anderen Gemüse- und Obstsorten.

Lycopin (besonders in Tomaten, rosa Grapefruit und Papaya): Lycopin ist jenes Antioxidans dem schützende und heilende Wirkung bei Prostatakrebs nachgesagt wird.

Astaxanthin: Wussten Sie, dass Sie sich umso länger gefahrlos in der Sonne aufhalten können, je besser Sie mit Antioxidantien versorgt sind? Sonnenschutzmittel enthalten in den meisten Fällen gesundheitsschädliche Chemikalien sowie Rohstoffe, die die Haut mehr belasten als ihr nützen. Des Weiteren verhindern sie die Vitamin-D-Produktion in der Haut – und das, wo ein Großteil der Bevölkerung unter einem chronischen Vitamin-D-Mangel leidet, der die Anfälligkeit für äußerst ernsthafte Krankheiten wie z. B. Krebs oder Multiple Sklerose deutlich erhöhen kann. Eine sehr viel bessere Lösung, um die Haut vor Sonnenbrand und Hautkrebs zu schützen, ist dagegen die adäquate Versorgung des Körpers mit einer antioxidantienreichen Ernährung. Denn wenn die Zellen des Körpers von einer ganzen Armee aus Antioxidantien beschützt werden, haben freie Radikale, die durch die Sonneneinstrahlung entstehen, keine Chance mehr, die Zellen zu schädigen. Es kommt – die langsame Gewöhnung der Haut an die Sonne selbstverständlich vorausgesetzt – weder zu Sonnenbrand noch zu Hautkrebs. Nicht die Sonne ist hier also der Bösewicht, sondern Junk Food in Verbindung mit „Stubenhockerei“ und einer daraufhin plötzlichen und unvorbereiteten Sonnenexposition. Das in bestimmten Algen oder auch in manchen (rosafarbenen) Fischarten und Meeresfrüchten vorkommende Antioxidans Astaxanthin hat einen besonders schützenden Einfluss auf die Haut und gilt als „natürliches Sonnenschutzmittel“, wenn es rechtzeitig (mindestens vier Wochen) vor dem Sommer oder Urlaub eingenommen wird.

Weitere sekundäre Pflanzenstoffe, die auch als Antioxidantien für uns tätig sind, sind die folgenden:

Flavone, Flavonole, Flavanole und Flavanone: Diese Stoffe gehören zu den Flavonoiden und befinden sich in nahezu allen Gemüse- und Früchtearten. In großen Mengen jedoch sind sie in Zitrusfrüchten, in Opuntien (den Früchten des Feigenkaktusses), in Petersilie, in Zwiebeln, Sellerie, Paprika, aber auch in Grüntee und Kakao (letzterer z. B. in milchfreier Bio-Bitterschokolade oder in einer Schokoladen-Mandelmilch, Rezept finden Sie hier.)

Anthocyane: Sie gehören ebenfalls zu den Flavonoiden und stellen hier die Untergruppe der blauen oder violettfarbenen natürlichen Farbstoffe in Pflanzen dar, z. B. in Beeren, in vielen Blüten, in der Schale von Auberginen, blauen Trauben, Kirschen etc.

Phytoöstrogene (z. B. Isoflavone): Auch sie gehören zur großen Gruppe der Flavonoiden. Sie sind besonders in Leinsaat und Sojaprodukten, aber auch in Linsen, Hanf und Haferflocken zu finden.

Phenolsäuren: Ganz besonders wirksam erwies sich die Ellagsäure im Granatapfel, ebenfalls bedeutende Mengen an Phenolsäuren finden sich im Zistrosentee oder in Beerenobst, Kirschen, Trauben, Kohlarten, Lauch, Blattsalaten, Ananas, Paprika, Karotten, Tomaten, Linsen, Gerste und Nüssen. (Weiterführende Informationen zur Wirkung von Granatäpfeln, insbesondere bei Pilzinfektionen finden Sie hier: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/candida-albicans-ia.html)

Sulforaphan: Sulforaphan hat sich in Studien wirksam gegen Krebs und Arthritis erwiesen. Er kommt in Kreuzblütengewächsen wie Brokkoli (besonders in dessen Keimlingen), Blumenkohl, Rosenkohl, Radieschen, Weißkohl, Rotkohl, Kohlrabi, Meerrettich, Rucola, Kresse und Senf vor und verleiht diesen Gemüsearten ihren charakteristischen scharfen Geschmack. Sulforaphan ist ein antioxidativ wirksamer Stoff, der nicht selbst Elektronen abgibt und dadurch inaktiviert werden würde, sondern stattdessen körpereigene Entgiftungsenzyme in der Leber aktiviert. Diese Enzyme neutralisieren (u. a. krebserregende) freie Radikale, so dass diese keine Zellschäden mehr verursachen können. Hier erfahren Sie mehr über "Brokkoli gegen Krebs".

Superoxid-Dismutase (SOD): SOD ist ein Enzym, das – gemeinsam mit der Glutathionperoxidase (siehe weiter oben) – zum Kern des körpereigenen Abwehr- und Entgiftungssystems gehört und ein äußerst starkes Antioxidans ist. SOD findet sich z. B. im Gerstengras.


Antioxidantienreiche Lebensmittel

Besonders antioxidantienreiche Lebensmittel sind die folgenden:

Beeren, wie z. B. Blaubeeren, schwarze Johannisbeeren, Sanddorn, Goji-Beeren, Cranberries (besser getrocknet als in gekauften Säften)
Kernhaltige Trauben
Zitrusfrüchte, besonders Grapefruits und Zitronen
Granatäpfel
Acerolakirsche
Tropenfrüchte
Gerstengras oder andere Gräser wie z. B. Dinkelgras, Weizengras, Kamutgras etc.
Alle Kohlarten, wie z. B. Brokkoli, Grünkohl, Wirsing, Rosenkohl, Weißkohl, Rotkohl etc.
Sprossen, wie z. B. Brokkolisprossen, Linsensprossen, Alfalfasprossen etc.
Grüne Blattgemüse, wie z. B. Spinat, Blattsalate, Feldsalat sowie sämtliche Blätter vieler Gemüse wie z. B. Radieschenblätter, Kohlrabiblätter, Brokkoliblätter etc.
Kräuter, wie z. B. Kerbel, Petersilie, Rosmarin, Minze und Basilikum
Süßholz
Ingwer
Kurkuma (bevorzugt in einer Mischung mit Pfeffer, da der Pfeffer die Bioverfügbarkeit der antioxidativ wirksamen Substanz (Curcumin) im Kurkuma um mehr als das Tausendfache erhöht!
Zistrosentee
Lein- und Hanfsaat
Sonnenblumenkerne
Mandeln
Nüsse, wie z. B. Haselnüsse, Pekannüsse, Paranüsse (Selen!), Walnüsse etc.
Knoblauch und Zwiebeln
Gurken, Paprika und Tomaten
Alle essbaren Wildpflanzen und –blüten, wie z. B. Löwenzahn, Giersch, Malvenblüten, Brennnessel (auch Brennnesselsamen) etc.
Spirulina, Chlorella und AFA-Algen
Maca (südamerikanisches Wurzelgemüse)

Worauf beim Verzehr von Antioxidantien geachtet werden muss


Warum man Antioxidantien nur in ihrer natürlichen Form verspeisen sollte
Da manche Antioxidantien nur in Anwesenheit anderer Antioxidantien wirken bzw. sich die verschiedenen Antioxidantien in einem Lebensmittel gegenseitig verstärken oder ergänzen, sollten sie möglichst nicht als Einzelpräparate eingenommen werden, sondern in Form von frischen, biologisch angebauten Lebensmitteln oder in Form von hochwertigen und ganzheitlichen Nahrungsergänzungsmitteln. Nur so können sie den Körper optimal schützen und die körpereigene Abwehr wirksam stärken.
Schlechte Kombination: Milch und Antioxidantien
Milch hindert viele Antioxidantien (insbesondere Flavonoide) daran, ihre antioxidative Aufgabe zu verrichten und macht somit deren gesundheitliche Vorteile zunichte. Deshalb bringt der Verzehr von antioxidantienreichen Tees nichts, wenn man sie mit Milch genießt oder zum Tee milchhaltige Kuchen, Kekse etc. isst. Auch die Antioxidantien im Kakao nützen kaum mehr, wenn es sich um Milchschokolade handelt. Ganz ähnlich verhält es sich, wenn Früchte mit Joghurt oder Quark oder in Milchshakes gegessen werden, wenn Müsli mit Milch verzehrt wird, wenn Salate ein Joghurtdressing bekommen, wenn über Gemüse Crème fraîche geschüttet oder wenn Gemüse mit Käse überbacken wird.
Besser frisch und schonend verarbeitet
Will man also in den Genuss der schützenden Wirkungen von Antioxidantien gelangen, dann sollten Milchprodukte nicht zusammen mit jenen Lebensmitteln verzehrt werden, auf deren antioxidative Fähigkeiten man Wert legt. Abgesehen davon nimmt die Menge der in einem Lebensmittel vorhandenen Antioxidantien bzw. deren Bioverfügbarkeit um so mehr ab, je länger das Lebensmittel gelagert wird, je stärker es verarbeitet wird, je höher es erhitzt wird und je länger es Sauerstoff ausgesetzt ist. Nicht zuletzt wirken sich die Wetterbedingungen, Bodenbeschaffenheit, Sortenwahl und Anbaumethoden auf den Gehalt an Antioxidantien in den entsprechenden Lebensmitteln aus.
Besser Bio
Früchte und Gemüse beispielsweise, die regelmäßig mit Pestiziden und Fungiziden behandelt werden, bilden weniger Antioxidantien als Früchte und Gemüse aus biologischem Anbau. Letztere müssen sich schließlich selbst gegen Pilze, Bakterien oder Insekten zu Wehr setzen und gegen diese Bedrohungen Antioxidantien bilden, während gespritzte Pflanzen diesbezüglich kaum tätig werden müssen, da ihnen die ganze Arbeit von den Chemikalien abgenommen wird.
Antioxidantien sitzen in der Schale
Oft befinden sich die Antioxidantien in oder unmittelbar unter der Schale einer Frucht oder einer Gemüseart. Wenn wir also jede Gurke, jede Aubergine, jeden Apfel etc. immer fein säuberlich schälen, so werfen wir mit der Schale auch wertvollste Antioxidantien auf den Kompost. (Gespritzte Früchte und Gemüse aus konventionellem Anbau sollten jedoch besser geschält werden.)

Fazit: Will man von den Antioxidantien in der täglichen Nahrung bestmöglich profitieren, dann gelten die folgenden
Antioxidantien-Verzehr-Regeln:

Milchkonsum reduzieren bzw. Milchprodukte nicht gemeinsam mit antioxidantienreichen Lebensmitteln verzehren
Lebensmittel möglichst frisch vom Erzeuger besorgen und frisch zubereiten
Lebensmittel nur kurz lagern
Lebensmittel so wenig wie möglich verarbeiten und nur schonend erhitzen
Lebensmittel nicht angeschnitten oder zerkleinert stehen lassen
Lebensmittel möglichst aus biologischer Erzeugung kaufen
Früchte und Gemüse (wenn Bio) möglichst mit der Schale essen

Die antioxidantienreiche Ernährung – praktische Tipps

Wie könnten Sie Ihre Ernährung oder die Ihrer Klienten antioxidantienreicher gestalten?


Bereiten Sie Müsli statt mit Kuhmilch mit Mandelmilch zu
Genießen Sie statt Früchtequark oder Fruchtjoghurt lieber Früchte mit Joghurt aus Mandelmilch oder Reismilch.
Greifen Sie zu alten Apfelsorten. Wählen Sie beispielsweise Goldparmäne, Brettacher, Alkmene, Renette, etc. und lassen Sie Äpfel wie Granny Smith oder Golden Delicious liegen.
Bevorzugen Sie Früchte aus oben genannter Liste, also Grapefruits statt Orangen, Johannisbeeren statt Erdbeeren, Gojibeeren statt Sultaninen etc.
Machen Sie Gemüse zu Ihrem Grundnahrungsmittel und erhitzen Sie dieses so schonend wie möglich.
Greifen Sie zu naturbelassenen Nüssen, Sonnenblumenkernen oder Hanfsaat statt zu herkömmlichen Snacks.
Lernen Sie grüne Smoothies kennen!
Trinken Sie Zistrosentee, Kurkumatee (eine Prise Kurkuma in warmes (nicht heißes) Wasser geben), Süßholztee und Ingwertee. Ingwer kann auch in grüne Smoothies gemixt werden oder gerieben asiatische Gemüsegerichte würzen.
Würzen Sie Ihre Gemüsegerichte mit einer Mischung aus Kurkuma und Pfeffer.
Bevorzugen Sie grüne Lebensmittel! Neben grünem Blattgemüse, Salaten und grünen Smoothies eignen sich sehr gut Drinks aus Gerstengras, Weizengras etc.

Mit all den genannten Lebensmitteln und Tipps nehmen Sie natürlich nicht nur Antioxidantien auf, sondern auch solche Stoffe, die konkret die Tumorausbreitung und Metastasenbildung hemmen können, Stoffe, die toxisch für Krebszellen sind, Stoffe, die Entzündungsvorgänge reduzieren können, Stoffe, die der Blutgerinnung vorbeugen können, Stoffe, die antibakteriell wirken usw. usf. Es handelt sich also um eine ganzheitliche Ernährungsweise, die Großartiges vollbringen kann, die vorbeugt, schützt und heilt.

Quellen:http://www.zentrum-der-gesundheit.de/antioxidantien-ia.html
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